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| 4. Haltestelle Woodstock 1998 in Zary |
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| Diesmal haben wir uns wieder für den August entschieden, weil da in der Regel das Wetter am besten ist. Wir haben 60-70.000 Menschen erwartet. Die Stadt war uns eine große Hilfe und die "Peace Patrol" wurde auf 200 Personen vergrößert. Wie schon letztes Jahr haben wir unsere Gäste an einer speziell dazu aufgebauten Zughaltestelle erwartet. |
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| Die Lebuser Zeitung hat eine sehr gute Festivalzeitung herausgegeben. "Radio Zachód" wurde unser Festivalradio und wir konnten diesmal sogar einen Fernsehsender engagieren. Die Bühne enstand schnell und wurde so gross wie der Kulturpalast in Warschau. |
| Wenn man sich den Müll so ansah, mussten diesmal über 150 Tausend Leuten gekommen sein. Um ehrlich zu sein, haben wir solche Massen von Leute nicht erwartet. Wir hatten so viele Toiletten und Wasserhähne wie immer (150 Toiletten und 120 Wasserhähne), dazu einen großen Schlauch, den viele Leute als Dusche benutzen konnten. Das war das einzigste, worüber die Besucher gemeckert haben, obwohl sie es ganz sympatisch meinten. |
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Eine riesige Zeltstadt ist entstanden und alle Leute zeigten mit großen Flaggen wo sie herkamen, so ein Blick hat man wirklich selten. Die Leute kamen scharenweise. Trotz unserer Bitten an die polnische Bahn, haben sie uns keine zusätzlichen Züge zur Verfügung gestellt. Es war ein schreckliches Gedränge in den Zügen. Einfach krass! Nur die Schaffner und das Zugpersonal haben alles getan, um uns zu helfen. Und sie haben unseren Dank verdient!!! |
| Das Festival hatte noch nicht mal angefangen, da konnte man im TV schon schlechte Nachrichten hören: "Zerstörte Züge, verwöhnte Bande von Owsiakskinder fährt zum Festival". Was aber letztendlich nur Gerüchte waren. Wir sahen nur fantastische junge Leute, die mit Rucksäcken, Zelten und breitem Lächeln gekommen sind. Keine Spuren von Aggression, Stress oder Unzufriedenheit. |
| Die "Peace Patrol" hat 24 Stunden non stop gearbeitet, die waren wirklich super. Romeo, der Boss, hat 4 Leute entlassen, die den Job vernachlässigt haben. Zwei von denen sind mit unseren Patrol T-Shirts und Mützen abgehauen. Wenn die das lesen, sollen sie uns die Sachen zurückgeben! |
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| Es sind insgesamt 47 Bands aufgetreten. Die Bühne sah aus wie ein grosses Haus mit vielen Flaggen. Abends haben tausende Lichter geleuchtet, die bis zum Himmel schienen. Hunderttausende Leute haben sich vor der Bühne amüsiert, sowohl wenn "Acid Drinkers" gespielt haben, als auch wenn "Trebunie Tutki" mit ihrer Volksmusik aufgetreten sind. |
| Es gab sehr viel verschiedene Musik. Dank den Musikern konnten wir unsere Festivalideen verwirklichen. Die Bands spielten für nur 100 Zloty. Wir betrachten diese 100 Zloty symbolisch, mehr können wir einfach nicht bezahlen, weil der Eintritt ja kostenlos ist. Sie haben uns aber nie Vorwürfe gemacht, weil es vor so vielen Leuten zu spielen ein großer Adrenalinkick ist. |
| Jede Nacht am Ende der Live-Konzerte konnte man einen Film im Sommerfeldkino sehen. Tausende von Leuten haben auf dem Grass geschlafen und sich ausgeruht. |
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Es gäbe noch so viel zu erzählen... über das friedliche Krisna Dorf, über die kleine Bühne, über Bongo-Trommler, über Telefonautomaten, Foodstände, Internettransmissionen, über die super Polizei, Radio Zachód. Es gibt so viel zu beschreiben über tausende von Nachtgeräuschen, die man von den Zelten hören konnte, über Farben und Düfte, über Ärzte und Krankenschwestern aus dem Feldkrankenhaus, über das wunderschöne Feuerwerk und über den Verrückten, der, als er unseren Schutz sah, mit eigenen Händen seine Axt begrub und im Namen Gottes versprach, dass er sie bis Ende des Festivals dort ließe. Er hat sein Wort gehalten. |

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